Im Fernsehstudio Leutschenbach in Zürich eröffnete der Mitorganisator Viktor Juzi, Synodaler der reformierten Kirche Zürich, die Tagung und erklärte, warum es relevant sei für die Kirchen, in den Medien präsent zu sein. Die Vielfalt der Medien würde viele Chancen eröffnen, neue Personen auf die Arbeit der Kirche aufmerksam zu machen.
Rund 80 Personen aus der Kirchenpflege nahmen an der Tagung teil. In Referaten und Workshops teilten die Vortragenden ihre Ansichten zum Verhältnis Kirche und Medien mit. Vinzenz Wyss, Professor für Journalistik am Institut für Angewandte Medienwissenschaften in Winterthur, organisierte die Tagung mit. Er erklärte in seinem Referat, dass das Thema «Religion» vor allem gekoppelt mit anderen Themen wie Politik für die Medien spannend sei. Carmen Koch stellte ihre Studie «Wie Schweizer Medien über Religion berichten» vor (Siehe auch: Studie). Unter anderem referierte auch Judith Wipfler, Redaktorin «Religion» beim SRF, über ihre Arbeit.
In der Podiumsdiskussion ging es um das Verbesserungspotenzial in der Medienarbeit. Martin Peier betonte, dass die reformierte Kirche eine öffentlich-rechtliche Körperschaft sei. Daher sei es wichtig, dass sie in der Öffentlichkeit zu verschiedenen Themen Stellung beziehe und so ihre Werte vertrete. Peier ist ehemaliger Radio- und Fernsehbeauftragter der Reformierten Medien und nun zuständig für das Projekt «Kirchgemeinde plus» der reformierten Kirche Zürich. Gemäss Karin Wenger, Leiterin der Regionalzeitung «Furttaler», seien kirchliche Themen durchaus erwünscht. Sie werde aber oft nicht oder zu spät über spannende Anlässe informiert.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie dazu in der «Reformierten Presse» vom 15. November.