Kirchenbund-Abgeordnete fordern Bundesrat zum Schutz bedrohter Christen auf

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes hat am 16. Juni eine Resolution «betreffend bedrohte Christen» verabschiedet. Sie wird dem Bundesrat übergeben.


Christen seien die weltweit am meisten bedrohte Religionsgemeinschaft, wie es in einer Mitteilung des Kirchenbundes heisst. In Ländern des «Arabischen Frühlings» würden sie «stellvertretend zu Opfern der Aggression gegen die westliche Staatenwelt, zu Geiseln terroristischer Übergriffe oder konkurrierender konfessioneller Strömungen innerhalb der muslimischen Gesellschaften».

Mit diesen Worten habe die Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes ihre «Resolution betreffend bedrohte Christinnen und Christen» im Nahen Osten begründet, die am 16. Juni in Filzbach GL verabschiedet wurde. Die rund siebzig Vertreter der 26 Kirchen des Kirchenbundes fordern darin den Bundesrat auf, «sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Bedrohung von Christinnen und Christen einzusetzen».

Die Abgeordneten rufen den Bundesrat gemäss Mitteilung insbesondere dazu auf, die Gewissens-, Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit sowie die Rechtssicherheit für Christen «nachdrücklich einzufordern», die Beobachtung und Beurteilung der Lage christlicher Kirchen «als festen Bestandteil der aussenpolitischen Agenda der Schweiz zu etablieren» und das eidgenössische Personal im Ausland «gezielt auf religiöse Fragen zu sensibilisieren und auszubilden».

Die Resolution schliesse mit den Worten: «Die unwürdige Lage vieler Christen geht alle Menschen an, die sich zum christlichen Glauben bekennen und fordert sie heraus zur Solidarität in Beten und Handeln.»

Die Resolution kann auf www.sek.ch heruntergeladen werden.