Die Menschenrechte garantierten jeder Person das Recht auf Glaubensfreiheit und das Recht, ihre Religion auszuüben, heisst es in einer Mitteilung vom 6. Dezember. Doch heute seien die Christen die weltweit am stärksten bedrohte Religionsgemeinschaft, schreiben der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK), die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Christkatholische Kirche der Schweiz in ihrer gemeinsamen Verlautbarung, die zum internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezeumber veröffentlicht wird.
In Syrien, Libyen, Tunesien oder Ägypten, aber auch in Nigeria und Vietnam seien die Mitglieder christlicher Kirchen Diskriminierung, Angriffen, Verschleppungen und Gewalttaten ausgesetzt. Diese Menschenrechtsverletzungen würden allzu oft von den Regierungen geduldet oder sogar unterstützt. «Wir wollen und können hierzu nicht schweigen, es braucht unsere Solidarität mit denen, die in solch schwierigen Verhältnissen leben», betonen die Landeskirchen.
Am Internationalen Menschenrechtstag laden die Landeskirchen ein, den bedrohten Christen «mit Worten, im Gebet und in tätiger Solidarität» beizustehen. Zudem fordern sie die Bürger auf, bis am 30. Januar eine Petition zu unterschreiben, die den Bundesrat bittet, die Probleme rund um Diskriminierung, Ausgrenzung und Bedrohung von Christen deutlich anzusprechen, wie es der humanitären Tradition der Schweiz entspreche.
Die Landeskirchen rufen ferner dazu auf, eine zweite Petition zu unterschreiben, die von der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (ACAT) lanciert wurde und sich an den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Hassan Rohani, richtet. Die Petition appelliere an den Präsidenten, das Recht jeder Person, zu einer anderen Religion zu konvertieren, anzuerkennen und alle Gefangenen, die wegen ihrer Religion inhaftiert sind, freizulassen.
Aufruf, Verlautbarung, Petitionen und Bausteine für eine Liturgie sind verfügbar unter: www.sek.ch/de/menschenrechtstag