Die Kirchen hätten beim gemeinsamen Vorgehen gegen diese schlimmen Plagen der Menschheit in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und internationalen Organisationen bereits manches erreicht, hob der Papst hervor. Der eingeschlagene Weg müsse beharrlich und entschlossen fortgesetzt werden. Welby hatte im März 2013 fast zeitlich mit dem Papst sein kirchliches Leitungsamt angetreten.
Bei ihrem ersten Treffen vor genau einem Jahr hatten Franziskus und Welby eine Fortsetzung des theologischen Dialogs und eine Intensivierung ihrer praktischen Zusammenarbeit für das Gemeinwohl vereinbart.
Aufruf zur Suche nach Einheit
Mit Nachdruck rief der Papst die getrennten Kirchen zur Suche nach Einheit auf. Die Spaltungen der Christenheit seien ein Skandal, ein Hindernis für eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums. Und auch wenn historische Erfahrungen den Blick auf eine Einheit mitunter verdunkelten, und auch wenn der Weg zur Einheit sehr weit erscheine, müsse sie stets das Ziel aller ökumenischen Schritte sein. Freilich seien Fortschritte nicht nur durch menschliche Aktionen zu erreichen, sondern seien stets auch ein «freies Geschenk Gottes», so der Papst.