Kanton Zürich regelt Finanzierung von Religionsunterricht neu

Das Schulfach «Religion und Kultur» soll ab 2018 nach dem gleichen Schlüssel wie alle anderen Schulfächer vom Kanton mitfinanziert werden. Die Sonderregelung der Staatsbeiträge fällt damit weg.


Gemäss Beschluss des Kantonsrats werden die Staatsbeiträge an das Schulfach «Religion und Kultur» ab 2018 gestrichen, wie es in einer Mitteilung des Regierungsrats des Kantons Zürich vom 30. November heisst. Das Fach werde neu in die kantonalen Vollzeiteinheiten integriert und damit nach dem gleichen Modell wie alle anderen Schulfächer behandelt. Der Kanton Zürich beteiligt sich mit 20 Prozent an den Lohnkosten der Lehrpersonen.

Der Regierungsrat habe die Lehrpersonalverordnung und die Finanzverordnung zum Volksschulgesetz entsprechend angepasst, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Änderungen treten auf den 1. August 2018 in Kraft. Für den Kanton Zürich entstehen durch die Neuregelung Mehrkosten von rund 1,6 Millionen Franken jährlich.

Das Zürcher Stimmvolk hat sich nach Abschaffung des Unterrichts in Biblischer Geschichte in einer Volksinitiative 2006 für ein eigenständiges Fach «Religion und Kultur» ausgesprochen. Dieses wird bis heute vom Kanton durch Staatsbeiträge finanziert. (no)