Kanton Aargau unterstützt jüdisch-christliches Begegnungszentrum
In den Aargauer Gemeinden Lengnau und Endingen soll ein jüdisch-christliches Vermittlungsprojekt entstehen. Für das geplante Begegnungszentrum «Doppeltür» hat der Kanton nun 4,65 Millionen Franken zugesagt, wie die Staatskanzlei Aargau am Montag mitteilte. Das Geld dafür stamme aus dem Swisslos-Fonds.
Das für 2023 geplante Zentrum will das historische Erbe sowie das Zusammenleben von Juden und Christen in den Dörfern im Aargauer Surbtal sichtbar und erlebbar machen. Bis 1866 waren Lengnau und Endigen die einzigen Orte der Schweiz, an denen sich jüdische Menschen dauerhaft niederlassen durften.
Aktuelle Themen aufnehmen
Das Zentrum werde aktuelle gesellschaftliche Themen wie interkulturelles Zusammenleben, Migration, Respekt oder Toleranz thematisieren, hält die Staatskanzlei fest.
Das Vermittlungsprojekt bindet sich ein in den 2009 eröffneten Jüdischen Kulturweg und sieht sich als Ergänzung zum Jüdischen Museum in Basel und zu den Jüdischen Museen und Einrichtungen im nahen Deutschland und Frankreich. (sda/no)