Eingeladen hatten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK). Es ist eine Weltpremiere, dass dieses Jubiläum europaweit gefeiert werden soll. Ebenso einmalig ist es, dass der Vorbereitungskongress in Zürich stattfindet und nicht in Wittenberg oder an einer anderen Wirkungsstätte Luthers.
EKD-Ratspräsident Nikolaus Schneider und SEK-Ratspräsident Gottfried Locher äusserten vor den Medien ihre Freude darüber, dass innerprotestantische Differenzen dankt der Leuenberger Konkordie überwunden seien, so dass man jetzt gemeinsam feiern könne. Die Reformation sei nicht von Luther erfunden worden, sagte Schneider, und deshalb sei es auch nicht angebracht, Luther als deutschen Helden zu feiern. Reformation sei eine Bewegung, die bis heute andauere. «Die deutschen Kirchen können das nicht alleine feiern.»
Es ginge darum, die Vielfalt zu pflegen und ins Gespräch zu bringen, sagte Locher. Die Kirchen müssten zu einer «ökumenischen Lerngemeinschaft» werden.
Der Kongress steht unter dem Motto «Erinnern für die Zukunft». «Woher kommen wir?», «Wo stehen wir?», «Was hoffen wir?» – das sind die Fragen, über die in den nächsten Tagen in Zürich diskutiert werden wird.