Immer mehr Menschen ertrinken auf der Flucht über den Seeweg
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die im Mittelmeer und im
Nordwestatlantik ums Leben gekommen sind, ist nach UN-Angaben in den
vergangenen Jahren stark gestiegen. Allein 2021 seien im
Mittelmeer und im Nordwestatlantik 3.231 Tote oder Vermisste
registriert worden, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 1.881 Tote und Vermisste gewesen, im Jahr davor 1.510.
Viele der Menschen seien ertrunken oder gewaltsam ums Leben
gekommen. Weitaus mehr Menschen seien möglicherweise auf den
Landrouten durch die Sahara und in abgelegenen Grenzgebieten
gestorben oder würden vermisst. So seien die Flüchtlinge und
Migranten in Eritrea, Somalia, Dschibuti, Äthiopien, Sudan und Libyen
vielen Gefahren ausgesetzt.
Die meisten Betroffenen stammen aus afrikanischen Ländern. Sie
wollen Armut und Gewalt in ihren Heimatregionen entkommen und hoffen auf ein besseres Leben in Europa. (epd/ jow)