Mittelmeer

Hunderte Migranten dürfen in Sizilien an Land

Tagelang hatten über 400 Flüchtlinge an Bord der «Geo Barents» ausgeharrt. Nun ist dem Rettungsschiff ein Hafen zugewiesen worden.

Die 439 Flüchtlinge an Bord des von «Ärzte ohne Grenzen» betriebenen Rettungsschiffes «Geo Barents» dürfen in Italien an Land gehen. Das Schiff habe den sizilianischen Hafen Augusta zugewiesen bekommen, teilte die Hilfsorganisation am Freitag auf Twitter mit.

Die Crew der «Geo Barents» hatte die Flüchtlinge und Migranten seit Mittwoch vergangener Woche bei mehreren Einsätzen im Mittelmeer gerettet und tagelang auf die Zuweisung eines Hafens gewartet. Unter den Geretteten waren nach Angaben der Hilfsorganisation 112 Minderjährige. Alle Überlebenden seien aus Libyen geflohen.

Derweil wurde die «Ocean Viking» am Donnerstag von den italienischen Behörden wieder freigeben, wie die Betreiberorganisation SOS Méditerranée mitteilte. Das Rettungsschiff war Mitte Januar wegen der fehlerhaften Registrierung von Container-Aufbauten im sizilianischen Hafen Trapani festgesetzt worden.

Immer wieder wagen Menschen in seeuntauglichen Booten von Libyen aus die Überfahrfahrt nach Europa. Es gibt auf dem Mittelmeer zurzeit keine staatliche organisierte Seenotrettungsmission, einzig die Boote privater Hilfsorganisationen halten Ausschau nach in Seenot geratenen Flüchtlingen und Migranten. (epd/no)