Ruhetage seien über ihre religiöse und kirchliche Bedeutung hinaus wertvoll und schützenswert, und zwar aus «psychohygienischen und psychosozialen Gründen», heisst es in der Stellungnahme der reformierten Kirche zur Teilrevision des Ruhetagsgesetzes zuhanden der Regierung. Kirchenrat und Synode verfolgten die Relativierung der Ruhetage mit Unbehagen. Sie seien sich allerdings auch bewusst, dass sich der gesellschaftliche Wandel durch ein Ruhetagsgesetz nicht aufhalten lasse.
In ihrer Stellungnahme fordert die reformierte Landeskirche, dass die bisherigen Feiertage grundsätzlich erhalten bleiben sollen, insbesondere auch der Dank-, Buss- und Bettag. Weiter spricht sie sich dafür aus, dass künftig die politischen Gemeinden für die Bewilligung von Veranstaltungen an hohen Feiertagen zuständig sind. Nach dem Willen des Kirchenrats soll dies «im Einvernehmen mit den Kirchgemeinden» erfolgen.