Gesucht: Das beste «Integrations-Team» der Schweiz

Aus Anlass der Flüchtlingstage vom 14./15. Juni wird das beste «Integrations-Team» der Schweiz gesucht. Zu gewinnen gibt es eine Begegnung mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga, eine Führung durchs Bundeshaus oder Geschenkkörbe und Uhren.

Zwei Frauen in einem Dream-Team-T-Shirt.

Der Wettbewerb will gemäss Mitteilung zeigen, dass jedermann einen Beitrag dazu leisten kann, dass anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben in der Schweiz teilnehmen können. Gesucht werden «Dream-Teams» von mindestens zwei Personen, die bei der Arbeit oder in der Freizeit gemeinsam etwas unternehmen.

Sich in der neuen Heimat zurecht zu finden, sei für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene oft nicht einfach, heben die Veranstalter des Wettbewerbs hervor. Umso wichtiger sei es deshalb, dass es Menschen gebe, die sie willkommen hiessen und sie ein Stück auf ihrem Weg begleiteten.

Als Beispiel eines «Dream-Teams», welches sich trotz unterschiedlicher Kultur ausgezeichnet verstehe, wird in der Medienmitteilung dasjenige der Schweizerin Priska und der Eritreerin Merith genannt. Die beiden haben sich in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende kennengelernt, wo Priska Französisch unterrichtete. Aus dieser Begegnung sei eine «wunderbare Freundschaft» entstanden.

Eine Begegnung mit einer Bundesrätin
Zu gewinnen seien gemeinsame Erlebnisse: Eine Begegnung mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga und eine Führung durchs Bundeshaus, die Teilnahme inklusive Apéro an der Verleihung des UNHCR Nansen Refugee Award, oder eine exklusive Abendführung im Zoo Basel. Zu den weiteren Preisen zählen Geschenkkörbe und Gutscheine von Gebana oder Uhren von Swatch.

Der Wettbewerb dream-teams.ch wird von der Flüchtlingshilfe, dem Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge und dem Bundesamt für Migration lanciert. Eine Premiere, wie die Veranstalter mitteilten.

Den nationalen Flüchtlingstag gibt es in der Schweiz seit 1980. Auch die Religionsgemeinschaften in der Schweiz begehen die Flüchtlingstage 2014. In einer Botschaft zum Flüchtlingssonntag und Flüchtlingssabbat erinnern die christlichen Kirchen und die jüdische Gemeinschaft daran, dass die «göttliche Verheissung der Fülle» zuerst jenen gilt, «die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind, an den Rand gedrängt werden oder als unerwünscht gelten». Mit der Behauptung «überfüllt!» werde jedoch in der Schweiz schon länger erfolgreich Abgrenzungspolitik betrieben, mahnen die Religionsgemeinschaften in ihrem Aufruf, den sie am 10. Juni veröffentlicht haben.