Rund 125 Babys werden in Grossbritannien jedes Jahr mit einer Fehlfunktion der Mitochondrien geboren. Diese wird von der Mutter vererbt. Der Organismus verfügt in der Folge nicht über ausreichend Energie, was zu schweren Krankheiten wie Diabetes oder Muskelschwäche führen kann. Die an der Universität von Newcastle entwickelte Methode ist umstritten. Dabei wird bei einer befruchteten Eizelle der Mutter ein Teil der Erbsubstanz durch die einer anderen Eizelle ersetzt. Eine ähnliche Methode war in den USA bereits einmal legalisiert, 2002 aber wieder verboten worden.
Das britische Parlament stimmte mit einer Mehrheit von 382 Abgeordneten für ein entsprechendes Gesetz, 128 votierten dagegen. Nach dieser überwältigenden Mehrheit im Unterhaus erwarten Beobachter, dass auch das Oberhaus zustimmen wird.
Anglikanische Kirche fürchtet Designerbabys
Gegner, darunter die anglikanische Kirche von England, machten ethische Bedenken geltend. Ärzte seien so in der Lage, in die Natur einzugreifen und Designerbabys zu kreieren. Ausserdem werde eine Schleuse geöffnet.(sda)