Freiburger Reformierte rechnen mit baldigem Defizit

Die Freude über die positive Jahresrechnung wurde an der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg durch düstere Zukunftsaussichten getrübt.


«Wir werden das Geld brauchen, die Zukunftsaussichten sind schlecht», kommentierte Finanzvorsteherin Anne-Elisabeth Nobs an der Synode der Freiburger Kirche die Jahresrechnung 2018. Diese war mit einem Gewinn von rund 15’000 Franken deutlich besser ausgefallen als erwartet. Budgetiert war ein Verlust von 28’000 Franken. Zum guten Ergebnis hatten unter anderem geringere Ausgaben beigetragen.

Wie die Finanzvorsteherin weiter ausführte, muss die Freiburger Kirche in den kommenden Jahren mit deutlich geringeren Einnahmen rechnen. Grund dafür ist die kantonale Steuerreform. Sie soll zu Steuerausfällen von bis zu 5 Prozent führen. Selbst bei nur moderaten Ausgaben werde dies ab 2021 ein strukturellen Defizit der Freiburger Kirche zur Folge haben, sagte Nobs gemäss einer Mitteilung vom 12. Juni.

Kein ökumenischer Religionsunterricht

Weiter debattierte die Versammlung über ein Postulat, das den gemeinsamen Religionsunterricht der Kantonalkirchen in der obligatorischen Schule forderte. Ziel des Antrags war, die Planung des Religionsunterrichts zu vereinfachen und das gegenseitige Verständnis der Konfessionen zu stärken. Sowohl Synodalrat wie auch Synode wiesen das Ansinnen jedoch ab. Der konfessionelle Religionsunterricht sei ein durch die Verfassung garantiertes Recht, hiess es in der Begründung. (no)