In einer gemeinsamen Medienkonferenz in Bern stellten sich die Frauendachorganisationen am Donnerstag geschlossen hinter die Rentenreform 2020. Das Schweizer Volk stimmt am 24. September über das Reformpaket ab.
Die Reform sei ein Kompromiss, zu dem die Frauen einen grossen Beitrag leisteten, heisst es in einer Mitteilung der Dachverbände Evangelische Frauen Schweiz, Schweizerischer Katholischer Frauenbund, alliance F und Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband. Obwohl die Erhöhung des Rentenalters nicht im Sinne der Frauendachverbände sei, bringe das Reformpaket für die Frauen dringend nötige Verbesserungen. So profitierten etwa teilzeitarbeitende Frauen von der geplanten Senkung des Koordinationsabzuges. Ebenso biete die Erhöhung des Rentenalters den Frauen die Möglichkeit, ihre Rente leicht aufzubessern.
Vorteile überwiegen
Dorothea Forster, Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz, betonte, dass die Frauendachverbände über die Erhöhung des Rentenalters für Frauen nicht glücklich seien. Es sei bitter, dass die Sorge- und Betreuungsarbeit vieler Frauen nach wie vor nicht anerkannt werde. Dennoch überwögen am Ende die Vorteile der Rentenreform.
Die Reform Altersvorsorge 2020 hat zum Ziel, die Renten langfristig zu sichern. Dies soll durch ein ganzes Paket von Massnahmen ermöglicht werden, darunter die Erhöhung des Rentenalters der Frau, die flexible Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahren sowie die schrittweise Senkung des Mindestumwandlungssatzes der beruflichen Vorsorge.