Flüchtlingsdrama auf hoher See erhält Menschenrechts-Filmpreis

«Styx» gewinnt den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2018 in der Kategorie Langfilm.


Regisseur Wolfgang Fischer wird für seinen Film «Styx» ausgezeichnet. Darin erzählt Fischer erzählt die Geschichte einer Ärztin, die während ihrer Segelferien in ein Flüchtlingsdrama vor der nordafrikanischen Küste gerät. In der Kategorie Kurzfilm gewinnt «Joe Boots» von Florian Baron, wie die Jury am 25. Oktober mitteilte.

Grosse Auswahl, hohe Qualität

Der im WDR ausgestrahlte Beitrag «Erst integrieren, dann abschieben» von Naima El Moussaoui und Ralph Hötte gewinnt den Filmpreis in der Kategorie Magazinbeitrag. Besonders erfreulich seien in diesem Jahr die Vielzahl und die hohe Qualität der Einreichungen im Bereich Amateure gewesen, sagte Klaus Ploth, Mitglied des Veranstalterkreises. Ausgezeichnet wird unter den Amateur-Filmen der Dokumentarfilm «Just a Normal Girl» von Vanessa Ugiagbe.

Nach Angaben der Veranstalter wurden in der diesjährigen Wettbewerbsrunde 382 Produktionen eingereicht. Ein Grossteil von ihnen habe das Thema Flucht und Fluchtursachen behandelt. «In den Filmen wurde erneut sichtbar, dass Menschenrechte weiter unter Druck stehen, in Europa, weltweit, aber auch in Deutschland», sagte Ploth.

20 Jahre Menschenrechts-Filmpreis

Die Preisverleihung findet am 8. Dezember in Nürnberg statt. Zur Veranstaltung wird auch der frühere Bundespräsident Joachim Gauck als Schirmherr erwartet. Die Preise sind mit jeweils 2’500 Euro dotiert.

Der Filmpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre  verliehen. Er zeichnet Filme aus, die sich mit Menschenrechten, deren Umsetzung oder Schutz und Verletzung auseinandersetzen. Organisiert wird der Filmpreis von insgesamt 21 Organisationen; darunter Amnesty International, die deutsche UNESCO, die Evangelischen Medienzentrale Bayern und Pro Asyl. (epd/pd)