Filmfestival Yesh! bringt jüdische Vielfalt in Zürcher Kinos

Zum vierten Mal findet das jüdische Filmfestival Yesh! statt. 28 Beiträge aus der jüdischen Filmwelt werden gezeigt, darunter fünf Dokumentarfilme und 20 Schweizer Premieren.

Yesh! zeigt Klassiker wie «Schindlers Liste», aber auch aktuelles Filmschaffen wie «Wajib». (Bild: Trigon Film)

Vom 15. bis 21. März findet in Zürich das jüdische Filmfestival Yesh! statt. Die Kinos Uto und Houdini zeigen 28 Filme, «das jüdische Sein und Wirken und setzen sich dabei kritisch mit kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und historischen Fragen auseinander» thematisieren, wie Festivaldirektor Michel Rappaport im diesjährigen Programmheft schreibt. Mit den Filmtagen soll differenziert und vielschichtig auf die verschiedenen Aspekte des Judentums hingewiesen werden.

Klassiker für Schulklassen

Gezeigt werden 20 Schweizer Premieren, darunter «Antenna» (Israel 2016, Regie Arik Rothstein) und «Foxtrott» (Israel 2017, Regie: Samuel Maoz), deren Regisseure sich nach der Vorführung dem Gespräch mit dem Publikum stellen. Auf dem Programm stehen Dokumentarfilme, Komödien, Dramen und Thriller wie etwa «Norman» (Israel/USA 2016, Regie: Joseph Cedar) mit Richard Gere oder das aktuell im Kino laufende Roadmovie «Wajib» (Palästina, Frankreich, Kolumbien 2017, Regie: Annemarie Jacir).

Im Rahmen der Schulvorstellungen werden auch Filmklassiker wie «Auf Wiedersehen, Kinder» (Frankreich 1987, Regie: Louis Malle) und «Schindlers Liste» (USA 1993, Regie: Steven Spielberg) gezeigt.

Unterstützung von den Landeskirchen

«Yesh» bedeute auf Hebräisch so viel wie «toll!» oder «wir haben es geschafft!», heisst es auf der Website der Filmtage. Finanziell unterstützt wird Yesh! unter anderen von der katholischen Kirche im Kanton Zürich, von der reformierten Kirche im Kanton Zürich sowie vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund.

Lanciert wurde «Yesh!» vom Filmclub Seret und der Evi und Sigi Feigel Loge. Seret zeigt seit 2010 in wechselnden Kinos der Stadt Zürich und im Gemeindezentrum der Israelitischen Cultusgemeinde aktuelle und ältere Filme aus der jüdischen Welt. Seret habe sich zum Ziel gesetzt, ein breiteres Publikum, vor allem auch ein nichtjüdisches, zu erreichen, heisst es auf der Webseite von «Yesh!». (kath.ch/sys)