Den starken Anstieg führt infoSekta unter anderem auf den zunehmenden Bekanntheitsgrad der Fachstelle zurück. Auch die Schliessung der ökumenischen Beratungsstelle Religiöse Sondergruppen und Sekten der Zentralschweiz per Ende Februar 2012 dürfte eine Rolle gespielt haben. So verzeichnete infoSekta mehr Anfragen aus den Kantonen Luzern und Zug.
In 37 Prozent der Anfragen gelangten Betroffene an infoSekta, weil der Partner, eine Freundin oder ein Angehöriger in ein sektenhaftes Umfeld geraten war oder unter Einfluss einer Sekte stand. Sechs Prozent der Ratsuchenden gehörten früher selbst einmal einer Sekte an.
Wie vielfältig der heutige «Weltanschauungsmarkt» ist, widerspiegelt sich in der Beratungsstatistik: 77 Prozent der Anfragen bezogen sich auf unzählige Kleingruppen und Einzelpersonen, die «teilweise auch der Fachstelle unbekannt» waren. Dabei handelte es sich meistens um kleine evangelikale Gemeinschaften und esoterische Lebenshilfeangebote.
Von den bekannteren Gruppen betrafen die meisten Anfragen Scientology (7 Prozent), die International Christian Fellowship ICF (6 Prozent) sowie die Zeugen Jehovas (5 Prozent). Je zwei Prozent bezogen sich auf den ehemaligen Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis VPM (2 Prozent), Word & Spirit International sowie Kingdom Embassy.