Gemäss einer Todesanzeige in der Neuen Zürcher Zeitung verstarb Sigg bereits am 15. September, wie auf Wunsch der Familie erst jetzt publik wird. Am 30. Oktober wurde in Zürich im Familien- und Freundeskreis Abschied genommen.
Der Pfarrer und Psychologe hatte sich seit den 1980-er Jahren für ein selbstbestimmtes Sterben eingesetzt und die Sterbehilfe-Organisation Exit mitgegründet. Als Geschäftsführer von Exit trug Sigg massgeblich dazu bei, die Organisation landesweit bekannt zu machen, mit dem Ziel Vorurteile abzubauen. Als reformierter Pfarrer gründete Sigg zudem das Begegnungszentrum Rüdlingen im Kanton Schaffhausen.
Umstrittenes Engagement
Wegen seines Engagements sah er sich immer wieder Widerständen ausgesetzt: 1986 verlor Sigg sein Pfarramt in Grenchen SO. Die Presse nannte ihn jahrelang den «Todesengel». In Deutschland wurde er gar mehrmals verhaftet. 2012 gewann Sigg den Prix Courage-Publikumspreis des Magazins Beobachter. (sda/no)