Evangelisch-methodistische Kirche unterstützt erleichterte Einbürgerung

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist für eine erleichterte Einbürgerung der dritten Generation, über die am 12. Februar abgestimmt wird. Auch wenn die Einbürgerung der jungen Menschen dadurch einfacher werde, sei damit kein Einbürgerungs-Automatismus verbunden.

Am 12. Februar 2017 wird über eine erleichterte Einbürgerung für Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation abgestimmt. (Bild: Wikipedia)

Ausländer und Ausländerinnen der dritten Generation würden bis jetzt gleich behandelt wie ihre Grosseltern und Eltern, obwohl sie hier geboren und aufgewachsen und im Herzen Schweizer und Schweizerinnen seien, schreibt der Ausschuss «Kirche und Gesellschaft» der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in einer Stellungsnahme.

Bei einer Annahme des Bundesbeschlusses werde es auch in Zukunft kein Einbürgerungs-Automatismus geben. «Die Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation bleiben streng» und die einzelnen Gesuche würden sorgfältig abgeklärt: Der Antrag muss bis zum vollendeten 25. Altersjahr eingereicht sein. Mindestens ein Grosselternteil muss in der Schweiz geboren worden sein oder ein Aufenthaltsrecht erworben haben, ein Elternteil seit zehn Jahren in der Schweiz wohnen und fünf Jahre hier zur Schule gegangen sein. Die einbürgerungswillige Person muss in der Schweiz geboren worden sein und fünf Jahre hier die obligatorische Schule besucht haben.

«Kirche und Gesellschaft» ist ein Ausschuss der Kommission für Theologische Fragen der EMK und befasst sich vorwiegend mit gesellschaftlichen und sozialen Themen.