Der jetzige 139. Jahrgang des Kirchenkalenders wird der letzte sein, berichtete die Reformierte Presse am 07. Februar. Der Basler Reinhardt-Verlag habe bestätigt, dass die Produktion 2015 eingestellt wird. Die Westschweizer Kirchen haben den Stein ins Rollen gebracht, hiess es weiter. Sie wollen für den Kalender keine Daten mehr liefern, weil es sich nicht mehr lohne. Die Adresslisten der Pfarrerinnen und Pfarrer seien nie auf dem neuesten Stand gewesen. Der elektronische Weg wäre effizienter, meinen sie.
Der Kalender gehörte seit seinem ersten Erscheinen 1885 zur Grundausstattung der kirchlichen Mitarbeitenden. Durch die elektronischen Agenden habe sich das Kalendarium aber überlebt, meinen mehrere Pfarrpersonen.
Verlust an Serviceleistungen
Vor allem das Adressverzeichnis, das einen Überblick über die Strukturen der Landeskirchen bietet, wird jedoch nach wie vor geschätzt. Nicht wenige Pfarrer empfinden das Ende des Kalenders als Verlust. Spezielle Serviceleistungen wie die Sonntagsbezeichnungen des Kirchenjahres, die evangelischen Gedenktage sowie die jährlichen Nekrologe würden den Pfarrern fehlen. Ob es ein Nachfolgeprodukt geben wird, ist noch nicht offiziell bekannt.