Eisleben hat zwei top-moderne und gut bestückte Museen: das Geburts- und das Sterbehaus von Luther. Man hat sie in zwei Stunden «gemacht». Wer Hunger hat, findet dann ein, zwei Adressen, wo weiss gedeckt ist und gut serviert wird.
Danach aber hält einen wenig mehr im Mannsfelder Land. Wer einige Meter über den herausgeputzten Platz der Altstadt hinausgeht, den erwartet Tristesse. 1990 wurden die seit Jahrzehnten hoch defizitären Kupferminen der Region Knall auf Fall geschlossen. Ein gnadenlos bitteres Ende für die Menschen, die dem Bergbau seit Jahrhunderten ihre einstige wirtschaftliche Blüte, ihr Selbstverständnis und ihren Berufsstolz zu verdanken hatten.
Das bisschen Reformationstourismus, leidlich gefördert vom Staat, kann diese riesige Scharte nicht auswetzen. Und daran wird auch das Reformationsjubiläum wenig ändern.
Hintergrund der Reise
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