Diakonatskonferenz: Schwerpunkt Nachwuchsförderung

Die Diakonatskonferenz der reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz (DDK) hat am Dienstag, 25. 11., darüber diskutiert, wie neue Interessenten für den Beruf des Sozialdiakons gefunden werden können.

Nachwuchswerbung : Kann die Diakonie etwas von der Theologie lernen? DDK-Präsident Beat Maurer (links) und Matthias Bachmann, Marketing-Beauftragter für das Theologiestudium. Foto: ref.ch/M. Weymann

Zuvor berichtete Regula Kummer, Thurgauer Kirchenrätin und SEK-Ratsmitglied, von der letzten Abgeordnetenversammlung des SEK (3. und 4. November), auf dem die Vorschläge des Rats zur «Bündelung von diakonischen Gefässen» einstimmig angenommen worden waren. Sie sehen eine neue diakonische Dachorganisation «Diakonie Schweiz» vor, die die bisherigen Gefässe Diakonatskonferenz, Diakoniekonferenz und diakonie.ch ablösen und an den Kirchenbund angeschlossen werden soll. Kummer lobte den «partizipativen Prozess», in dem der SEK mit den betroffenen Institutionen zusammengearbeitet habe. Die Umsetzung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, so lange funktionieren die Organisationen wie gewohnt.

Wichtig: «Anschauung vor Ort»

Im thematischen Teil lieferte Matthias Bachmann, Marketing-Zuständiger für das Theologiestudium, Informationen zur Nachwuchsförderung im theologischen Bereich. Das bisher zweimal abgehaltenen Campus Kappel habe erfreulich vielen junge Menschen die Idee eines Theologiestudiums nähergebracht. Allerdings sei er sich nicht sicher, dass so eine Woche auch der Werbung für sozialdiakonischen Nachwuchs sinnvoll sei. Hier müsste wohl eher mit «Anschauung vor Ort» geworben werden.

Ein oft genanntes Dilemma bei der Nachwuchswerbung ist, dass der Beruf des Sozialdiakons für die meisten Menschen «eine grosse Unbekannte» sei, wie eine Delegierte es formulierte. Sinnvoll könnte die Schaffung von Praktikumsplätzen sein. In Basel gibt es schon sehr begehrte «Schnupperpraktika». Vorstellbar wären auch Zivildienststellen in Kirchgemeinden oder Praktikumsangebote für Studierende höherer Fachschulen. Organisation und Finanzierung sollten von den Kantonalkirchen übernommen werden, die DDK wird eine entsprechende Empfehlung formulieren.

Die DDK regelt die Anerkennung des sozialdiakonischen Dienstes auf deutschschweizerischer Ebene. Sie ist aus Delegierten der reformierten Landeskirchen und der Ausbildungsinstitute zusammengesetzt.

Bericht und Antrag zur Bündelung diakonischer Gefässe