Selbstbestimmungsgesetz

Deutschland stärkt Rechte für Transpersonen

Die Änderung des Geschlechtseintrages wird in Deutschland deutlich vereinfacht. Das entschied der Bundestag nach einer hitzigen Debatte.

Nach einer hochemotionalen Debatte hat das deutsche Parlament grünes Licht für das neue Selbstbestimmungsgesetz gegeben. Bei insgesamt 636 abgegebenen Stimmen votierten 374 Abgeordnete für das Gesetz. Mit Nein stimmten 251, elf Abgeordnete enthielten sich.

Trans- und intergeschlechtliche Menschen sowie Personen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, können damit künftig per einfacher Erklärung ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Derzeit sind ärztliche Begutachtungen mit intimsten Fragen dafür notwendig, was von Betroffenen als entwürdigend empfunden wird.

Das neue Selbstbestimmungsgesetz löst das seit 40 Jahren in Deutschland geltende Transsexuellengesetz ab. In der Schweiz ist die unbürokratische Änderung des Geschlechts bereits seit Anfang 2022 möglich, nachdem das Parlament eine entsprechende Änderung des Zivilgesetzbuches beschlossen hatte. (sda/ epd/ eba)