Prominentester Gast ist Bundespräsident Joachim Gauck. Der ehemalige Pastor spricht am Donnerstag ein Grusswort. Zuvor wird im Eröffnungsgottesdienst in Wuppertal an die Verabschiedung der Barmer Theologischen Erklärung vor 80 Jahren erinnert. Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.
Mit dem 2006 in Gang gesetzten Veränderungsprozess «Kirche im Aufbruch» reagiert die evangelische Kirche auf sinkende Mitgliederzahlen und knappere Finanzmittel. Die regionale Leitungsebene sei für diese Reformen ein entscheidender Träger, sagte der Vizepräsident im EKD-Kirchenamt, Thies Gundlach, dem Evangelischen Pressedienst (epd). In dem Zukunftsforum sieht der Theologe eine «Art Zwischenbilanz» der regionalen Veränderungsprozesse.
Gundlach verwies auf den regionalen Konzentrationsprozess in der Kirche. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl der Kirchenkreise von fast 700 auf 563 verringert. Diese Verdichtung sei ein zentrales strategisches Ziel aller Reformprozesse. Eine Stärkung der mittleren Ebene erlaube es der Kirche in den Regionen, handlungsfähig zu bleiben, vielfältige Angebote zu erhalten, verschiedene Berufsgruppen zu beschäftigen und viele Anstellungsverhältnisse zu ermöglichen, sagte der Vizepräsident.
«Die Stärkung der mittleren Ebene sollte darum aus theologischen Gründen fortgesetzt werden.» Nur mit einer starken mittlere Ebene könne eine offene, vielfältige und liberale Volkskirche bestehen bleiben. Gundlach ist in der EKD-Zentrale für die Koordinierung des Reformprozesses zuständig.