D: Bisher nur gut 30 PID-Untersuchungen

Die politisch lange umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) wurde in Deutschland bisher kaum genutzt. Bis Mitte 2015 sind es lediglich 34 Fälle gewesen, wie es in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bericht heisst.

Die in Deutschland erlaubte PID wurde von Eltern bis jetzt noch nicht oft angewendet.
Die in Deutschland erlaubte PID wurde von Eltern bis jetzt noch nicht oft genutzt. (Bild: flickr/Cambridge Brewing Co. CC BY-ND 2.0)

Aus einem Bericht der Bundesregierung an den Bundestag geht hervor, dass die Präimplantationsdiagnostik (PID) 2014 fünfmal bei vier Paaren angewendet wurde. Bis Mitte 2015 sind es dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bericht zufolge 34 Fälle gewesen.

Bei der Verabschiedung des Gesetzes 2011 war der Bundestag von bis zu 300 Diagnostiken im Jahr ausgegangen. Mit dem Gesetz war die PID unter Auflagen erlaubt worden. Sie dürfe nach einer künstlichen Befruchtung nur angewendet werden, um schwere Erbkrankheiten, Tot- oder Fehlgeburten auszuschliessen, bevor Embryonen in die Gebärmutter verpflanzt werden. Per PID ist auch eine Geschlechtsbestimmung möglich was aber keine Rolle spielen darf.

PID seit 2014 erlaubt

Die Verordnung zur Anwendung des Diagnoseverfahrens ist erst seit Februar 2014 in Kraft. Seitdem können Paare es in Deutschland nutzen. In zahlreichen anderen, auch europäischen, Ländern ist die PID erlaubt. Zunächst wurden zwei PID-Zentren in Hamburg und Lübeck zugelassen, inzwischen gibt es bundesweit acht solcher Zentren. Fünf Ethikkommissionen begleiten deren Arbeit. (epd)