Todesfall

Christoph von Dohnányi ist gestorben

Christoph von Dohnányi starb im Alter von 95 Jahren. Der Neffe des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer dirigierte an den grössten Opernhäusern der Welt.

Christoph von Dohnányi starb am Samstag 95-jährig im Kreise seiner Familie in München. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit. Bekannt geworden war von Dohnányi als Dirigent der grössten Opernhäuser der Welt. Einen Namen machte er sich als engagierter Verfechter eines zeitgemässen Musiktheaters und als geschickter Manager des Opernbetriebs. Er verband traditionelle mit avantgardistischen Inszenierungen.

Geboren am 8. September 1929 in Berlin, war von Dohnányi Teil einer künstlerisch und politisch hoch engagierten Familie: Sein Vater war der Widerstandskämpfer Hans von Dohnányi, der im KZ Sachsenhausen hingerichtet wurde. Seine Mutter war eine Schwester des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der ebenfalls von den Nationalsozialisten umgebracht wurde. Sein älterer Bruder ist der ehemalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft und frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnányi. (eba/ epd)

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