Cevi-Sommerlager in der Schwebe

Noch ist unklar, ob die Sommerlager der Cevi-Abteilungen stattfinden können. Denn nicht alle Corona-Massnahmen sind praktikabel. Der Jugendverband arbeitet deshalb ein Schutzkonzept aus – und entwickelt mögliche Alternativen.

Die Lager gehören zum «Cevi-Feeling». Doch es ist unsicher, ob sie durchgeführt werden können. (Bild: Keystone/Manuel Lopez)

Grundsätzlich könnten Sommerlager durchgeführt werden – das sagte Bundesrätin Viola Amherd an einer Medienkonferenz zu den Corona-Massnahmen am 29. April. Allerdings müssten Schutzmassnahmen getroffen werden. Doch genau diese sind laut Felix Furrer, Kommunikationsverantwortlicher von Cevi Schweiz, nur schwer umsetzbar. «Zwei Kinder in einem Zelt, das ist nicht realistisch.»

Leiter sind unsicher

Gerade wenn man mit einer grösseren Jugendgruppe in ein Zeltlager wolle, seien Abstandhalten und Hygienemassnahmen nur schwer möglich, so Furrer. Er hat deshalb auch schon Rückmeldungen von Leitern erhalten, die nicht so recht wissen, ob und wie sie ihre Lager weiterplanen sollen.

Aus diesem Grund arbeitet der Cevi nun an einem Schutzkonzept für die Abteilungen, das bis Mitte Mai stehen soll. Dafür würden sie sich mit den anderen zwei grossen Verbänden absprechen, mit Jungwacht Blauring und der Pfadi. Felix Furrer wendet aber auch ein, dass noch vieles unsicher sei. Schliesslich könnten sich auch die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) schnell wieder ändern.

Lagerhaus als Alternative

Der Cevi empfiehlt seinen Abteilungen deshalb, auch Alternativen zum Sommerlager zu entwickeln. So könnten einzelne Gruppen statt im Zelt in einem Haus übernachten, wo Hygienemassnahmen einfacher umzusetzen seien. Denkbar wäre auch ein Tagesprogramm anzubieten, bei dem die Kinder am Abend wieder nach Hause zurückkehren könnten. Vielleicht müssten gewisse Abteilungen ihr Lager aber auch in den Herbst verschieben, so Furrer.

Schon jetzt bieten viele Cevi-Abteilungen Online-Programme an, Bastelideen, Kochrezepte oder Wettbewerbe. Denn bis zu den in Aussicht gestellten Lockerungen vom 8. Juni gibt es kein normales Cevi-Programm, keine Jungschar-Treffen. Für viele Kinder fällt damit ein Fixpunkt in ihrem Alltag weg.

«Cevi-Feeling» online

Die Online-Aktivitäten würden da ein bisschen «Cevi-Feeling» bieten, glaubt Felix Furrer. Aber ganz ersetzen könnten sie Jungschar und Sommerlager nicht. «Die Gemeinschaft in der Gruppe und die Aktivitäten im Wald, die machen den Cevi aus.»