Brot für alle und Fastenopfer kritisieren Glencore

Brot für alle und Fastenopfer werfen dem Rohstoffkonzern Glencore weiterhin unsaubere Geschäftspraktiken in der Demokratischen Republik Kongo vor. Anders als von Glencore behauptet, sei das Problem der Gewässerverschmutzung nicht gelöst.

Ausschnitt aus dem Logo von Brof für alle.

Glencore hatte 2012 erklärt, dank mehrerer Auffangbecken werde das belastete Wasser aus der Fabrik Luilu zurückbehalten. Analysen im Auftrag von Brot für alle, Fastenopfer und der britischen Rights and Accountability in Development (Raid) belegen das Gegenteil, wie die Organisationen am Dienstag mitteilten.

Die Analyse von Proben aus dem Canal Albert und dem Fluss Pingiri zeige, dass diese Wasserläufe Kupfer- und Kobalt-Konzentrationen aufwiesen, die ein Vielfaches über den im Gesetz festgelegten und laut der Weltgesundheitsbehörde noch zulässigen Grenzwerten lägen.Dies habe verheerende Folgen: Im Fluss Luilu finden sich laut den Angaben keine Fische mehr. Und die Bewohner flussabwärts können das Wasser weder für ihre täglichen Bedürfnisse noch für das Bewässern der Felder nutzen.

Glencore publiziert Berichte
Glencore schreibt im unlängst Publizierten «Nachhaltigkeitsbericht 2013», das Unternehmen habe in der Demokratischen Republik Kongo eine Reihe von Programmen entwickelt, die Einzel- und Kleinbergbauarbeitern, die in der Nähe der Standorte von Glencore arbeiten, alternative Beschäftigung zum Beispiel in Landwirtschafts- oder Viehgenossenschaften anbieten.

Brot für alle und Fastenopfer kritisieren zugleich, dass die von Glencore propagierten Ausgaben für die Gemeinschaften 2011 zu rund 90 Prozent (15 Mio. Franken) in die Infrastruktur geflossen seien. Vom getätigten Strassenbau und der Erneuerung des Flugplatzes profitiere direkt das Unternehmen.