Asylbewerber in Bremgarten seien selbst vor Kirchen unerwünscht, berichtete der «Tagesanzeiger» am 6. August. Der Artikel bezog sich auf eine Beilage zur Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Migration (BFM) und der Stadt Bremgarten, die 32 «sensible Zonen» nenne.
Die Landeskirchen distanzieren sich in einer gemeinsamen Stellungnahme vom 6. August von einem Verbot. Die Kirchgemeinden seien nie wegen einem Rayonverbot angefragt worden. Vom Verbot haben sie erst durch die Medien erfahren. Die Kirchen stünden allen offen, unabhängig ihres Aufenthaltsstatus‘ in der Schweiz. Weiter haben die Kirchen gemäss Mitteilung beschlossen, eine gemeinsame Stelle für Diakonie und Seelsorge im neuen Asylzentrum einzurichten. Die Stelle werde in den nächsten Tagen mit zwei Fachpersonen besetzt.
Die Sprecherin des BFM hat gegenüber der Nachrichtenagentur sda ein Rayonverbot dementiert. Nur Schul- und Sportanlagen seien gemäss Vereinbarung tabu.