Rund zwei Monate, von Ende Juni bis Ende August 2017, wird die Renovation des Berner Rathauses beanspruchen. In dieser Zeit können in dem altehrwürdigen Parlamentsgebäude keine Sitzungen stattfinden. Die Ratssitzung vom 29. Juni 2017 wird deshalb voraussichtlich im Berner Münster abgehalten werden, wie die Zeitung «Der Bund» am 11. Oktober berichtete.
«Das Münster ist als Ausweichstandort prädestiniert. Wir wollen die Politik näher zu den Bürgern bringen», zitiert der «Bund» den designierten Stadtratspräsidenten Christoph Zimmerli (FDP), der für den Umzug ins Gotteshaus zuständig ist. Finanzdirektor Alexandre Schmidt, der die Stadt Bern im Stiftungsrat des Münsters vertritt, meinte, es tue den Berner Volksvertretern sicherlich gut, einmal auf den Kirchenbänken zu sitzen.
Schon früher wurde das Münster als Versammlungsort verschiedener Behörden genutzt, heisst es in dem Bericht weiter. Inwiefern die Traktanden den ungewohnten Gegebenheiten angepasst würden, müsse noch abgeklärt werden, wird Zimmerli zitiert. Komplizierte Sachgeschäfte würden am 29. Juni aber sicher nicht behandelt werden.