Die vier Kirchen verurteilen jede Form von Antisemitismus und Antijudaismus und wehren sich dagegen, wie es im offenem Brief vom 24. November heisst. Gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Bern wolle man sich in Zukunft offen und klar dort bemerkbar machen, wo Menschen aufgrund ihrer Religion oder ihrer Zugehörigkeit zu einem Volk oder einer Rasse ausgegrenzt werden.
Die vier Kirchen stützen sich dabei auf die Worte aus dem Alten Testament: «Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn.» (Gen 1,27). Jeder Mensch sei Abbild des gemeinsamen Gottes. Dies sei für die Kirchen sowohl Bekenntnis als auch Grundlage für ihr Engagement gegen jeglichen Antisemitismus und Rassismus.
Hintergrund des offenen Briefes ist ein Wunsch des Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, Herbert Winter. Er hatte im jüdischen Wochenmagazin «Tachles» im August 2014 geschrieben: «Sehr hätten wir uns gewünscht, dass mehr als nur ein paar wenige Politiker, auch Vertreter muslimischer und anderer religiöser Gemeinschaften, die antisemitischen Tendenzen in aller Deutlichkeit verurteilt hätten.»