Das bernische Kantonsparlament hatte im November beschlossen, die Ausgaben für die Landeskirchen im laufenden Jahr um 2 Millionen Franken zu kürzen, weitere 3 Millionen Franken sollten in den Jahren 2015 und 2016 dazukommen. Christoph Neuhaus allerdings glaubt nicht daran, dass dieses Tempo eingehalten werden kann.
«Die Kirchen sind bereit, den Sparauftrag umzusetzen. Das zeigt die Konsultation bis Ende Januar 2014. Aber sie wollen sich nicht in kircheninterne Angelegenheiten reinreden lassen», sagte er. Er wies auch darauf hin, dass die Landeskirchen in den letzten Jahren bereits 40 Stellen abgebaut haben. «Aber man kann nicht einfach den Kirchgemeinden Personal wegnehmen.» Ein weiterer Sachzwang sei, dass Pfarrpersonen im Kanton Bern eine Kündigungsfrist von zwei Jahren haben.
Zudem muss noch die Synode über die Sparmassnahmen beraten, was die Umsetzung weiter verzögert. Ob der Entscheid des Regierungsrates überhaupt greift, bei den Kirchen 26,5 Stellen zu streichen und so den Zusammenschluss kleinerer Kirchgemeinden faktisch zu erzwingen, werde sich noch weisen. Der Kanton Bern ist der einzige Kanton, der die Löhne der Pfarrer bezahlt, pro Jahr rund 75 Millionen Franken.