Mit Notfallinterventionen ausserhalb der regulären Arbeitszeit leistet die Spitalseelsorge in lebensbedrohlichen und anderen akut kritischen Situationen psychologische und spirituelle erste Hilfe. Seit 2003 ist der Bedarf gemäss
Inselgruppe kontinuierlich gestiegen, insgesamt um rund 350 Prozent.
Tief religiös bis atheistisch
Mehr als die Hälfte der Einsätze kommt auf Wunsch der Patienten oder der Angehörigen zustande, gut ein Drittel auf Initiative des Pflegepersonals und einige weitere auf Initiative der Seelsorge selber. Das religiöse oder weltanschauliche Spektrum der Patienten reicht von tief religiös bis atheistisch.
Seelsorge auf Französisch
Das Inselspital setzt für die Seelsorge neun Theologinnen und Theologen mit total 600 Stellenprozenten ein. Für französisch sprechende Patienten besteht zweimal pro Woche ein frankophoner Freiwilligen-Besuchsdienst von acht «Bénévoles».
Gemäss Spitalversorgungsgesetz stellen die Spitäler für Patienten und Angehörige die professionelle Spitalseelsorge sicher. In einem vorurteilsfreien und vertraulichen Gespräch sollen Patienten über alles reden können, was sie beschäftigt.