BE: 15 Jahre kirchliche Stelle für Menschen in Ausschaffungshaft

Die kirchliche Anlaufstelle Zwangsmassnahmen (KAZ) feiert ihr 15-jähriges Bestehen.


Die KAZ biete Rechtberatung, wobei sie besonders auf die Einhaltung von Menschen- und Verfassungsrechten achte, schreibt die Stelle am 18. November in einer Mitteilung. Ausserdem führe die KAZ einen Besuchsdienst für Frauen in Ausschaffungshaft. Diese werde für Frauen nur im Regionalgefängnis Bern durchgeführt, dessen strenges Regime nicht den Anforderungen an eine Administrativhaft entspreche. Die inhaftierten Frauen seien sehr isoliert, was physische und psychische Probleme verursachen könne.

Die KAZ wurde im Herbst 1998 in Absprache mit dem Regierungsrat des Kantons Bern und in Zusammenarbeit mit dem Bernischen Anwaltsverband sowie dem Verein Demokratische Juristinnen und Juristen Bern als unabhängige Stelle eingerichtet. Sie wird getragen von den drei Landeskirchen und den Jüdischen Gemeinden des Kantons Bern.