Baustopp: Zürcher Katholiken bangen um Paulus-Akademie

Der Umzug der Paulus-Akademie der Katholischen Kirche in den Kulturpark an der Pfingstweidstrasse in Zürich-West ist ernsthaft gefährdet. Der Eigentümer des Grundstücks will den Kaufvertrag nicht mehr erfüllen und verlangt einen sofortigen Baustopp.

Seit Montag, 12. April gilt ein Baustopp für die Paulus-Akademie (links im Bild, das Gebäude ist noch eingerüstet). (Bild: Kulturpark.ch)

Martin Seiz, der Initiant des Kulturparks, habe sich kurz vor Abschluss der Bauarbeiten mit der katholischen Körperschaft überworfen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Ursprünglich war vereinbart, dass die Paulus- Akademie am 19. November im Kulturpark einzieht. Dieser Termin sei durch den verfügten Baustopp ernsthaft gefährdet, sagte Synodalratspräsident Benno Schnüriger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Weil vorläufig die Vergabe weiterer Arbeiten gestoppt worden sei, werde es sicher zu Verzögerungen kommen. Warum die von Seiz kontrollierte W. Schmid + Co AG den Kaufvertrag nicht mehr erfüllen will, ist Schnüriger nicht bekannt. Bisher habe man davon ausgehen können, dass alles auf Kurs sei. «Nun müssen wir sehen, wie wir aus der Sackgasse herauskommen», sagte Schnüriger. Spielraum für Verhandlungen gebe es nicht. «Wir haben einen klaren Auftrag der Synode und müssen und wollen bauen», betonte der Synodalratspräsident. Komme es zu keiner Einigung, werde man Klage einreichen müssen. An der Pfingstweidstrasse baut die katholische Körperschaft seit Juli 2013 als Projektpartnerin von Unternehmer Martin Seiz einen Saal sowie Seminar- und Sitzungsräume für die Paulus-Akademie und weitere Nutzer. Das Kirchenparlament hatte dafür insgesamt 17 Millionen Franken bewilligt. (sda)