«Er erhebt seine Arme, in seinem weissen Gewand mit wunderschönen Stolen und gold-leuchtendem Schmuck um den Hals. Dann segnet er die Uhr, segnet die Zeit, die uns gegeben ist auf Erden und die guten Stunden. Die Uhr ist eine Schweizer Bahnhofsuhr. Dreitausend Stück hängen an Schweizer Bahnhöfen, in Lyssach genauso wie in Gossau und Neuchatel. Seit einigen Wochen hängt auch eine am Borough Market in London, ein beliebtes Food Paradies für Londoner und Touristen.
Schweiz liefert Mondaine-Bahnhofsuhr nach London
Während den Olympischen Spielen stand das ‚House of Switzerland‘ gleich hinter dem Borough Market an der Themse. Sportgrössen und nicht so Grosse trafen sich und sogen die einmalige Atmosphäre der Olympischen Spiele ein. Zum Dank für die Gastfreundschaft des Borough of Southwark (also das Gemeindegebiet, das das House of Switzerland beherbergte), schenkte die Schweiz der Gemeinde eine Mondaine Bahnhofsuhr, die nun über die Zeit am Borough Market wacht. So schaffen es die Touristen auch noch rechtzeitig ins nahe gelegene Tate Modern oder auf den Zug zurück zum Flughafen.
Dann kommt er: Der Moment der hierarchischen Strukturen, der Macht
An der Einweihung beteiligt war auch der Bischof der Kathedrale von Southwark, eben er, der die Uhr segnete und ein denkwürdiges Gebet sprach. Eine schöne Idee, die dem Anlass noch eine zusätzliche Tiefe gab. Dann fing ich an eins und eins zusammen zu zählen und kam nur auf drei: auf staatlicher Seite kamen zwei Vertreter zu Wort, auf kirchlicher Seite einer, nämlich der Bischof von Southwark, also Repräsentant der anglikanischen Kirche. Sollte da nicht…? Ja, da sollte! (…)
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