Die Gemeinde wird 48’000 Franken, also 10 Prozent des Glencore-Geldes, an Projekte von Brot für Alle und Fastenopfer im Kongo spenden. Spenden wird auch Mettmenstetten ZH, obwohl der Gemeinderat die Initiative für ungültig erklärt hat. Der geforderte Betrag falle nicht in die Kompetenz der Gemeindeversammlung, argumentierte dieser. Bereits gespendet haben unter anderem die Gemeinden Hedingen ZH und Affoltern am Albis ZH. In Affoltern am Albis wird allerdings noch der Kanton über die Spende entscheiden müssen, da die Gemeinde zu den ärmsten im Kanton Zürich gehört und finanziell vom Kanton abhängig ist.
Hintergrund der Bürgerinitiativen ist der Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore im Jahr 2011. Hilfswerke werfen dem im Kanton Zug ansässigen Konzern vor, in den Abbauländern Menschen- und Umweltrechte zu verletzen und keine Steuern zu bezahlen, weshalb die einheimische Bevölkerung vom Rohstoffreichtum kaum profitiere. Der Börsengang spülte dem Kanton Zürich zusätzliche Steuereinnahmen von 360 Millionen Franken in die Kasse. Obfelden profitiert über den kantonalen Finanzausgleich von dem Geld.