Anzahl Freitodbegleitungen bei Dignitas bleibt konstant

Die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas hat 2018 ungefähr gleich viele Menschen in den Tod begleitet wie im Jahr zuvor. Die meisten davon kommen aus dem Ausland.


Die Sterbehilfeorganisation Dignitas hat im vergangenen Jahr 221 Menschen beim Suizid geholfen, praktisch gleich vielen wie 2017. Nur sieben Sterbewillige kamen aus der Schweiz, die grosse Mehrheit reiste aus dem Ausland an – insbesondere aus Deutschland, aber auch aus Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Die Anzahl der Mitglieder wuchs weiter um 632 auf 9064, wie Dignitas am 15. Januar mitteilte. Mitgezählt sind die Mitglieder von Dignitas-Deutschland.

Sicherheit am Lebensende

Der Verein betont, dass 2018 weniger als drei Prozent aller Mitglieder eine Freitodbegleitung in Anspruch nahmen. Mitglieder wollten in der Regel nicht sterben, sondern «die Sicherheit einer Wahl» haben.

Beratungsgespräche und die Prävention von Suizidversuchen blieben auch letztes Jahr ein wichtiger Teil der Tätigkeit des Vereins. Weiter verfasste Dignitas mehrere Stellungnahmen für Vernehmlassungen. Auch wurden Rechtsfälle begleitet und politische Vorstösse im In- und Ausland im Bereich der «Selbstbestimmung im Leben und am Lebensende» lanciert. (sda/no)