Die Vorfeierlichkeiten des Reformationsjubiläums nennt man hier in Deutschland Lutherdekade. Man hat dafür ein hübsches Logo mit dem Profil des Wittenbergers und überschreibt es mit «Am Anfang war das Wort».
Das ist natürlich auch für einen Blogger ganz treffend, nur hat er folgendes Problem, wenn er eine Reformationsreise macht: Sein Budget für Wörter, die er praktischerweise und leserfreundlich ins Netz stellen darf, steht in einem eklatanten Missverhältnis, zu den Wörtern, die er an einem Tag von all den Lutheranern, Reformierten und Informierten zu hören bekommt.
Wenn Professoren oder Dekane die Fremdenführer geben, sind es am Ende des Tages meistens mehr als nur 95 Thesen und sicher mehr als 129 Antworten (wie im Heidelberger Katechismus), auch wenn gar nicht so viele Fragen gestellt worden sind. Aber eben, das mit dem Wort (oder vor allem im reichlichen Plural) ist nun mal Teil professioneller reformatorischer Identität. Und zugegeben, von hoher Qualität und rhetorischer Brillanz.
Hintergrund der Reise
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