Die 75 reformierten Kirchgemeinden im Aargau präsentierten sich in ihrem öffentlichen Auftritt bisher völlig unterschiedlich, schreibt die Zeitung «reformiert.aargau» in ihrer Februarausgabe. Das soll sich nun ändern: Wie die Mitgliederzeitung schreibt, hat der Kirchenrat beschlossen, per 1. Januar 2017 ein einheitliches und verbindliches Erscheinungsbild mit einer Übergangsfrist von sechs Jahren einzuführen.
Innerhalb dieser Frist sollen alle Gebäudebeschriftungen angepasst werden. Auch auf Drucksachen und beim Internetauftritt soll nur noch das neue Erscheinungsbild verwendet werden.
Zusatz «evangelisch» soll wegfallen
Optisch will man sich am Zürcher Vorbild orientieren, das auch von anderen Kantonen wie Luzern und Zug verwendet wird. Dieses besteht aus der Wortmarke «Reformierte Kirche» und dem Gemeindenamen und lässt als Ergänzung individuelle Bildelemente zu. Elf Kirchgemeinden im Aargau verwenden derzeit noch den Zusatz «evangelisch». Im Kanton Zürich sei die Beschränkung auf das Wort «reformiert» seinerzeit umstritten gewesen. Das werde vielleicht auch im Aargau zu Diskussionen führen, wird im Artikel gemutmasst.
Für die Entwicklung des Erscheinungsbildes veranschlage die Landeskirche Kosten von rund 25‘000 Franken, heisst es weiter. Im November 2016 soll eine entsprechende Vorlage der Synode unterbreitet werden.