Dies meldete der adventistische Pressedienst am am 9. Juli. Mit dem «Nein» dürfen die dreizehn überregionalen Kirchenleitungen keine Frauen ordinieren, die in ihrem Gebiet als Pastorinnen sind. Es sei bei dieser Abstimmung nicht um die Frage gegangen, ob Frauen als adventistische Pastorinnen tätig sein dürfen oder nicht. Frauen als Pastorinnen seien seit langem in jenen Kirchenregionen tätig, in denen dies aus kulturellen Gründen möglich ist, wie es heisst.
Frauen könnten nach ihrem Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorinnen «gesegnet» und damit beauftragt werden, Amtshandlungen wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung vorzunehmen; doch sei diese Vollmacht örtlich begrenzt.
Nur Männer werden ordiniert
Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit habe, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert.
Ordiniert zum weltweiten Dienst würden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in kirchenleitende Ämter, etwa als Präsident einer «Vereinigung» oder eines «Verbandes» berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.
Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen sei ausserhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien umstritten. Dort lebten aber nur etwa 13 Prozent der weltweit 18,5 Millionen Adventisten.