10000 Unterschriften gegen «Love Life»-Kampagne

10000 Personen haben bis am 31. Mai die Online-Petition der Schweizerischen Evangelischen Allianz unterschrieben, welche die Kampagne «Love Life» des Bundesamts für Gesundheit BAG kritisiert.


Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) hat sich am 15. Mai mit einem offenen Brief beim Bundesamt für Gesundheit über die Plakatkampagne beschwert und gleichzeitig eine Online-Unterschriftensammlung gestartet. Mit zum Teil freizügigen Bildern will das Bundesamt in der aktuellen Kampagne auf den Schutz beim Sexualverkehr hinweisen.

Innerhalb von zwei Wochen haben 10110 Personen die SEA-Online-Petition zur «Love Life»-Kampagne unterschrieben. Mit ihrer Unterschrift verleihen die Unterzeichnenden «ihrer Entrüstung über die aktuelle Präventionskampagne des BAG Ausdruck», schreibt die SEA.

Der «riesige Erfolg» der Unterschriftensammlung zeige, dass die «voyeuristische Kampagne» dem Empfinden vieler widerspreche und dringend ausgesetzt oder angepasst werden müsse, sagt SEA-Generalsekretär Matthias Spiess. «Wir hoffen, dass die Kampagne damit nicht in der geplanten Art und Weise durchgeführt wird. Zudem ist es ein deutlicher Aufruf für zukünftige Präventionskampagnen des BAG, diese zielgerichteter und mit mehr Sensibilität zu lancieren», so Spiess.

Die SEA spricht sich nicht gegen die Notwendigkeit von Aids-Präventionskampagnen aus. Sie ist aber der Meinung, dass sachliche Argumente nachhaltiger wirken als «sexuell aufreizende Bilder». Vor allem fordert sie den Verzicht auf bildliche Darstellung von Sexpraktiken auf öffentlichen Plakaten oder in Werbespots. Besorgt zeigt sich die SEA auch darüber, dass die Kampagne des BAG auch Kindern und Jugendlichen frei zugänglich ist.