«Wo-Wo-Wonige!»: City-Kirche in Zürich macht Wohnungsnot zum Thema

Mit einem Aktionsmonat will die reformierte Citykirche «Offener St. Jakob» zusammen mit dem Mieterverband, Wohnbaugenossenschaften und Kunstschaffenden den Lebensraum im ehemaligen Arbeiterviertel zum Thema machen.


Der knappe und teure Stadtboden wirke sich spürbar auf den Kreis 4 aus, schreibt die reformierte Kirche Zürich in einer Mitteilung. So sei das das einstige Armenviertel zu einem Trendquartier geworden, in dem «Raum als Ware» gehandelt werde. Und wo Raum als Ware gehandelt werde, seien die Lebensgrundlagen bedroht: «Menschen verlieren ihre Wohnungen, ihre Arbeits- und Besinnungsräume, ihre Treffpunkte».

Aus Sorge um den Lebensraum im Kreis 4 haben sich um die reformierte Citykirche «Offener St. Jakob» Organisationen und Kunstschaffende zusammengetan, um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Lebensgrundlage «Raum» einzufordern.

Im ganzen Monat Mai werde deshalb in der Kirche St. Jakob am Stauffacher «diskutiert, demonstriert, agitiert, gegessen, getrunken, getanzt, gebetet, gesungen und gemalt», wie die Veranstalter schreiben. Rund 30 Veranstaltungen, Ausstellungen, Rundgänge und Workshops drehen sich um das Thema, auch soll eine Raumvermietungsplattform initiert werden.


Alle Informationen zum Aktionsmonat «Wieviel Erde braucht der Mensch?» sind unter citykirche.ch oder im Programmheft zu finden.