Welttag der humanitären Hilfe: EU fordert mehr Schutz für Helfer

Die EU-Kommission hat zu einem besseren Schutz humanitärer Helfer aufgerufen. Die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, Kristalina Georgieva, verlangte zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August mehr Achtung und Schutz für die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.


Im Namen der Opfer und um einer wirksamen Hilfe willen appelliere sie an Konfliktparteien, Regierungen und nichtstaatliche Akteure, Helfer zu schützen und ihnen ihre Arbeit zu ermöglichen.

Vorläufige Daten aus diesem Jahr belegten, dass mindestens ein humanitärer Helfer täglich getötet, verletzt oder entführt werde, so Georgieva weiter. «Die Gefahren sind in Afghanistan und Syrien besonders hoch, doch das Völkerrecht wird auch in vielen anderen Krisen häufig und grob verletzt», betonte die EU-Kommissarin. Davon seien nicht nur die Helfer betroffen, sondern auch die Menschen, denen sie Hilfe leisteten.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon bedankte sich am 19. August bei den Helfern und ihrem «aufopferungsvollen Einsatz» und gedachte der Opfer der vergangenen Jahre. 

Auch in der Schweiz gedachten Hilfswerke den Opfern von humanitären Einsätzen. So schreibt World Vision Schweiz in einer Mitteilung, man widme diesen Tag «den Opfern aller Hilfsorganisationen und deren Angehörigen». World Vision Schweiz verlor laut eigenen Angaben erst kürzlich bei einer Schiesserei zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Darfur im Sudan zwei Mitarbeiter. Die Gefahren für die Helfer würden kontinuierlich ansteigen, schreibt die Organisation.