Weltbild-Verlag steht vor der Insolvenz

Der Verlags- und Buchhandelskonzern Weltbild mit mehr als 6000 Beschäftigten steht vor der Insolvenz. «Das ist richtig. Ich kann es nicht verneinen», sagte Weltbild-Chefsanierer Josef Schultheis der Nachrichtenagentur Reuters am 10. Januar.


Er bestätigte damit einen Vorabbericht der Zeitung «Handelsblatt». Weltbild ist einer der grössten Buchhändler in Deutschland – und einer der Hauptkonkurrenten von Amazon.

Der Zeitung zufolge konnten sich die Eigner – die Bistümer der katholischen Kirche in Deutschland – nicht auf eine Finanzierung des defizitären Unternehmens einigen.

Weltbild hatte das Tempo des digitalen Umbruchs in der Branche unterschätzt und von erheblichem Geldbedarf für einen Konzernumbau gesprochen. Schultheis war im November den Weltbild-Geschäftsführern Carel Halff und Martin Beer zur Seite gestellt worden.

Der Schweizer Ableger des Konzerns ist in Olten. Gemäss «weltbild.com» sind die Filialen, «buecher.de» und die Gesellschaften in der Schweiz und Österreich nicht betroffen.