Nach neusten Schätzungen der Weltbank werden Ende 2015 erstmals unter zehn Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut leben. 2012 waren es noch 12,8 Prozent. Damit sei man dem Ziel näher gekommen, die Armut bis 2030 vollständig zu beseitigen, hiess es in der Pressemitteilung der Weltbank. Extrem arm ist gemäss Weltbank, wer 1.90 US-Dollar oder weniger pro Tag zur Verfügung hat. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sieht die Ursachen für die Verbesserung in den Wachstumsraten der Entwicklungsländer und in den Investitionen in die Bereiche Bildung, Gesundheit und soziale Absicherung.
«Wir sind damit die erste Generation in der Geschichte, die die Armut beenden kann», meinte Yong Kim. Er betonte jedoch auch, dass dieses Ziel angesichts der globalen Probleme extrem schwer zu erreichen sei.
Im Bericht wird weiter festgehalten, dass die Armut zwar weltweit reduziert werden konnte, sich in bestimmten Regionen aber hartnäckiger halte. Dies betreffe Länder, in denen Konflikte herrschten oder die vom Export von Rohstoffen abhängig seien. Rund die Hälfte der Armen lebten in Ländern Subsahara-Afrikas, etwa zwölf Prozent in Ostasien.