Brandanschlag auf Schweizer Pavillon an der Weltausstellung Reformation

Ein Vandalenakt an der «Weltausstellung Reformation» in Wittenberg trübt die Vorfreude auf das Grossevent zum Reformationsjubiläum. Der Täter wurde bislang nicht gefasst.

Sachschaden geht in die Tausende: Schweizer Pavillon an der «Weltaustellung Reformation».
Sachschaden geht in die Tausende: Schweizer Pavillon an der «Weltaustellung Reformation». (Bild: sekfeps)

In wenigen Tagen geht es los: Mit einem Auftaktgottesdienst auf dem Wittenberger Marktplatz startet am 20. Mai die grosse «Weltausstellung Reformation». Bis zum 10. September bietet der grösste Event des Reformationsjubiläums rund 2000 Veranstaltungen. 80 Aussteller aus aller Welt stellen in Themenwochen ihre Anliegen vor. Auch die Schweizer Reformierten präsentieren sich mit einem eigenen Pavillon an der Freiluftausstellung.

Wenige Tage vor der Vernissage zur kulturhistorischen Ausstellung «Prophezey – die Schweizer Reformation» wurden die Vorbereitungen von einem Vandalenakt überschattet. Am frühen Montagmorgen verübte ein bislang noch unbekannter Täter einen Brandanschlag auf das sogenannte «Tor der Freiheit» beim Schweizer Pavillon, wie der MDR berichtete. Dabei wurden die Holzkonstruktion und die Dachplanen des Pavillons schwer beschädigt. Auf mehrere Tausend Franken soll sich der Sachschaden belaufen.

Erhöhte Sicherheitsmassnahmen

Laut Polizei ist der Anschlag auf den Schweizer Pavillon gezielt ausgeübt worden und bereits der zweite auf das Objekt. Einen Tatverdächtigen gibt es noch nicht. Nach Aussage von Serge Fornerod, Leiter Aussenbeziehung beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK), ist der Pavillon mittlerweile wieder hergestellt. «Der Schaden ist behoben, und die Sicherheitsvorkehrungen sind erhöht worden«, sagte Fornerod gegenüber ref.ch. Einen gezielten politischen Akt sieht er in dem Anschlag allerdings nicht: «Es ist Zufall, dass es den Schweizer Pavillon getroffen hat.»

Die Ausstellung wird wie geplant am 20. Mai um 16:30 Uhr im Beisein von SEK-Ratspräsident Gottfried Locher und Bischof Charles Morerod eröffnet. (no)

 

Zur Einladung zur Vernissage des Schweizer Pavillons