Weihnachten und Ostern wieder im Lehrplan 21

Religiöse Feste wie Weihnachten und Ostern werden wieder im Lehrplan 21 verankert. Dies teilte die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) in ihrer Stellungnahme vom Freitag, 11. April, mit.


Die Kritik am Lehrplan 21 kam im letzten Dezember von mehreren Seiten: So sprachen sich die Schweizer Bischofskonferenz ebenso wie die Schweizerische Evangelische Allianz gegen die bevorstehenden Änderungen im Lehrplan aus. Ein Kritikpunkt war, dass die jüdisch-christliche Tradition keinen Schwerpunkt bilde. Auch die reformierte Landeskirche Zürich und die Evangelische Volkspartei der Schweiz äusserten sich kritisch.

Mit der expliziten Nennung christlicher Feste und jüdisch-christlichen Überlieferungen habe man den Wünschen mehrerer Glaubensvertreter Rechnung getragen, sagte Christian Amsler, Präsident der D-EDK gegenüber der «Schweiz am Sonntag» vom 13. April. Ein konfessioneller Religionsunterricht sei aber weiterhin Sache der Kirche und Glaubensgemeinschaften.

Am Freitag hatten die Erziehungsdirektoren die Erkenntnisse aus einer abgelaufenen Konsultation präsentiert. Der 550-seitige Lehrplan wird um rund einen Fünftel gekürzt, und auf den Begriff «Gender» wird in Zukunft verzichtet. Weiterhin würden aber die unterschiedlichen Rollen von Mädchen und Knaben thematisiert.

Der Lehrplan sieht unter anderem vor, dass im Fachbereich «Natur – Mensch – Gesellschaft» der religionsbezogene Unterricht einen obligatorischen Platz im schulischen Fächerkanon erhält.