Sie sass immer an derselben Stelle. Immer auf der einen Parkbank. Direkt neben dem Brunnen.
Wieder und wieder setzten sich dort Menschen hin und rasteten einen Augenblick, lasen ihre Zeitung, kauten an einem Brot.
Irgendwann habe ich beim Hinausblicken aus dem Fenster gemerkt – sie ist immer da.
Den ganzen Sommer über.
Jeden Tag nahm sie ihren Platz ein.
Seltsam fing es mir an vorzukommen, als der Herbst begann.
Da trieb es die Blätter über den Platz, da schaltete die Fontäne ab, sie war noch immer da.
Warm eingehüllt, ein bisschen geduckt unter dem Wind, eine Wartende.
Obwohl ich sie nicht kannte, beschäftigte mich ihr Schicksal.
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