Es war ein Zeichen grosser Erleichterung, als am 8. Mai 1945 in Zürich zum Kriegsende die Kirchenglocken läuteten. Die Menschen konnten endlich aufatmen und einer friedvolleren Welt entgegensehen. Aus diesem Grund hat die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch angeregt, am 8. Mai 2015 ebenfalls die Glocken läuten zu lassen. Sie selber wird am Bürkliplatz eine Gedenktafel enthüllen. Das Läuten soll auch ein Zeichen gegen kriegerische Auseinandersetzungen und für Solidarität mit den Opfern sein.
Auch die Schweizer Juden gedenken anlässlich des Kriegsendes vor 70 Jahren aller Opfer des Nazi-Regimes. Sie seien verfolgt, entwürdigt und ermordet worden, wegen ihrer Religion oder Ethnie, ihrer politischen Ausrichtung oder ihrer Weltanschauung. Dies schreiben der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz.
Sie rufen dazu auf, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und Hass und Diskriminierung im Keim zu ersticken. Mit Besorgnis stellten sie fest, dass Diskriminierung und Gewalt gegen Angehörige von Minderheiten und Andersdenkenden nach wie vor bestünden.